Mittwoch, 23. April 2014

Die Zeit danach

Nachdem wir also die Gewissheit hatten, dass wir Sesbania verlassen mussten, hatten wir gemischte Gefühle: Zum Einen waren wir erleichtert und froh, endlich dort weg zu kommen, zum Anderen natürlich war die Ungewissheit, wie es nun weiterging, ein nicht allzu gutes Gefühl.
Am The Rock Pool mit Waran "Carlos"


Aber schnell waren wir uns einig, denn nachdem wir alles gepackt hatten und im Auto saßen, wussten wir schon genau, was unser nächstes Ziel sein sollte.

Die Großstadt Townsville, auch gerne von uns „klein Miami“ genannt. Dort wussten wir, wo wir ungestört in unserem Auto schlafen konnten und wir wussten, wo wir uns kostenlos duschen konnten. Außerdem bietet die Stadt Shopping Centren, Abkühlung am Meer oder am „The Rock Pool“, wir konnten dort tun und lassen, was wir wollten ohne von irgendwem dumm angeguckt zu werden.

Schon nach dem ersten Tag „Erholung“ war uns klar, dass wir neue Arbeit bräuchten. Es sollte ein Fruitpicking Job werden, denn nach noch einer Farm war uns nicht zumute.

Die Jobsuche ging also los, zuerst wussten wir nicht richtig, wie und wo wir suchen sollten. Wir klapperten diverse Internetseiten mit Jobangeboten ab und schrieben ein paar E-Mails.
Dann haben wir auch noch ein Jobcenter aufgesucht, doch leider war dieses nur für Australier und nicht für Backpacker gedacht.
Durch Zufall in einem Touristen Informationscenter habe ich ein einen Katalog mit den Erntezeiten gefunden und auch eine kostenlose Hotline von der Regierung, bei der man angeblich Fruitpicking Jobs bekommt.

Kurzer Hand habe ich da auch direkt angerufen und die sehr freundliche Frau konnte mir zwei Nummern zu Fruitpicking Jobs in der Nähe von Townsville geben.

Bei beiden habe ich dann auch direkt angerufen, aber mit wenig Erfolg, denn bei keinem der beiden Nummer hob jemand ab.

Doch nach einer Stunde, wollte Niklas es nochmal versuchen und 10 Minuten später hatten wir einen neuen Job!!

Es sollte nach Charters Towers auf die Blue Peter Farm gehen. Hier sollten wir entweder Zitronen pflücken oder irgendwas mit Weintrauben, was wir noch nicht ganz verstanden hatten.

Am Freitag, also 5 Tage nachdem wir Sesbania verlassen hatten, begannen wir schon wieder die nächste Herausforderung.



Wir sollten bei der Blue Peter Farm den Rebschnitt machen. Uns allen (insgesamt 13 Backpacker: 1 Kanadier, 2 Briten, 2 Italiener und 8 Deutsche) wurde erklärt, wie und was wir machen müssen.

Wir würden nach Leistung bezahlt werden und arbeiten 6 Tage die Woche.

Die erste Woche verging, wie im Flug. Man sagte uns, dass es besonders Pärchen schwer haben, die Arbeit zu verrichten, weil es doch körperlich sehr anstrengend sein kann, aber um dem zu trotzen, waren wir doch tatsächlich das beste Team in der ersten Woche.
Wir schufteten hart, Niklas schnitt die alten Stängel der Rebe ab, die im letzten Jahr die Trauben trugen und zog sie heraus. Drum herum beschnitt er auch noch viel, sodass ich mir die vier „neuen“ tragenden Äste heraussuchen konnte, die ich um Drähte wickelte, damit diese nun Trauben für die nächste Ernte tragen konnten.
Von einem riesigen Busch, sollte also nur noch eine Rebe mit vier, auf Draht gerollten Ästen übrig bleiben. Keine grünen Blätter waren erlaubt, die Äste durften nicht zu kurz, aber auch nicht zu lang sein. Man musste aufpassen, dass sie nicht brachen, wenn man sie rollte, usw.

So sollte es zum Schluss aussehen
Alles in Allem und nachdem man den Kniff heraushatte, wie man schneiden und ziehen musste, war die Arbeit ganz in Ordnung. Es war körperlich harte Arbeit, das war keine Frage, aber wir hatten die Hoffnung, auch gut dafür entlohnt zu werden und diese trieb uns an.
Es war eine neue Möglichkeit, endlich mal für das bezahlt zu werden, was man leistet.
Die Stimmung war gut, alle konnten zusammen leben und dann kam es zur ersten Bezahlung, welche die allgemeine Stimmung ziemlich drückte.
Es war ausgemacht, dass man für jeden der vier neune Äste 50 Cents bekommt. Eigentlich ist das nicht viel, wenn man bedenkt, dass nicht jede Rebe vier vernünftige Äste hat und dass man die ganze Arbeit mit dem ganzen anderen Gestrüpp hat.
Und noch dazu wurde die gemachte Arbeit akribisch genau begutachtet und jeder kleinste Fehler wurde vom Lohn abgezogen.

Wie schon oben erwähnt, waren Niklas und ich das beste Team der Woche und hatten dementsprechend auch einen etwas höheren Lohn, doch dadurch, dass wir die Steuern darauf noch bezahlen mussten, blieb am Ende nichts mehr übrig.

Um es kurz zu machen: die Entlohnung, die wir für diese schwere körperliche Arbeit bekamen, war uns zu wenig.
Aber wir sagten uns, noch eine Woche halten wir durch und gucken, ob sich Geldtechnisch etwas ändert, danach entscheiden wir, ob wir gehen oder bleiben.

Leider aber wurde sowohl ich, als auch Niklas, in der darauf folgenden Woche krank. Niklas hat es anscheinend etwas schlimmer erwischt, als ich, sodass ich alleine gegangen bin, um den Reben den Kampf anzusagen.
Doch schnell gingen meine Kräfte dem Ende zu und so kam es, dass wir in dieser Woche sogar noch weniger verdienten, als in der Woche zu vor.

Nach zwei Wochen also, war die „Herausforderung“ Blue Peter Farm gegessen.
Unzähliges Ungeziefer begleitete unsere Arbeit


Wir überlegten, wie viel Zeit noch übrig war und wie viel Geld wir hatten und entschieden, dass das Geld zwar reichen würde, die Zeit aber noch so lange ist, dass wir gerne unseren Rückflug etwas nach vorne geschoben hätten.

Doch hier hatten wir ein kleines Problemchen, denn kurz nachdem wir unseren Job sicher hatten, haben wir uns noch eine kleine Reise gegönnt.
Wir buchten einen Flug nach Melbourne und nach Perth, da diese Ziele zu weit weg waren, um sie mit dem Auto zu befahren.
Diese eine Urlaubswoche sollte drei Wochen vor unserem Rückflug stattfinden, also versuchten wir diese Woche noch zu verschieben, damit wir unseren Rückflug umbuchen konnten.
Doch leider waren alle Mühen vergeblich: denn ob wir unseren Urlaub nun um eine, zwei, drei oder vier Wochen verschieben wollten, irgendein Staat hatte genau in diesen vier Wochen Osterferien oder ANZAZ-Feiertage, sodass nur die Umbuchung der Flüge genauso viel gekostet hätte, wie der Urlaub selbst.
Also wurde diese Idee über den Haufen geschmissen.
Ab dann begann für uns ein 8-wöchiges Herumreisen.
Für unseren Geschmack etwas zu viel Zeit für die Ostküste, aber wir wollten uns dadurch nicht die Laune verderben lassen. Es ist doch besser, wenn man zu viel Zeit hat, als dass man sich ärgert, man hätte zu wenig Zeit, oder?

Wir begannen unsere Reise also in Townsville. Wir beschlossen, dass es am besten ist, dass wir die komplette Ostküste bereisen bis Byron Bay, da uns sehr viele Leute empfohlen haben, dass wir unbedingt dorthin sollten.

Byron Bay liegt ca. 150 km südlich von Brisbane, von wo auch unsere Flug nach Melbourne und unser Rückfluch nach Deutschland geht. Der Plan war also von Townsville nach Byron Bay zu reisen und das kurze Stück wieder zurück nach Brisbane, um von dort dann nach Melbourne und Perth zu fliegen und zwei Wochen später nach Hause zu fliegen.

Uns war klar, dass wir 8 Wochen lang sparsam leben mussten und nur sehr langsam reisen konnten, denn je weiter man südlich kommt, desto weniger geht es kostenlos auf Rest Areas zu schlafen. Stattdessen kamen dann teure Campingplätze auf uns zu.

Aber das war uns egal, denn je sparsamer wir zu Anfang unserer Reise lebten, desto mehr könnten wir uns auch am Ende noch leisten.

Wir waren gespannt, was uns alles erwartet und wie die Australier an der Küste wohl so sind und wie sie leben.

All das galt heraus zu finden.

Freitag, 11. April 2014

Ayers Rock (Uluru)



Unsere Urlaubswoche begann sehr spontan: Beim Frühstück wurde uns gesagt, wir könnten dann heute losfahren, nachdem Niklas den Rasen gemäht hat.
Na toll, dachten wir erst, noch nichts ist gepackt, noch nichts vorbereitet, das hätte man uns ja auch mal am Abend zuvor sagen können.

Aber egal, wir haben in Windeseile gepackt und sind dann auch tatsächlich losgefahren.
Unser erster Stopp hieß Cloncurry.
Wir haben unserem alten Arbeitgeber John Hallo gesagt und sind aber dann auch schnell weiter nach Mount Isa gefahren. Natürlich waren wir dort auch bei Bulldozer-John und seiner Familie.
Wir haben da sehr viel geredet und gelacht und wir bekamen noch zahlreiche Tipps. Z.B. was wir auf dem Weg zum Uluru noch besichtigen könnten, dass wir unbedingt an jeder Tankstelle tanken sollen, denn das Northern Territory hat nicht allzu viele Tanken und dass wir uns vor den Aboriginals in Acht nehmen sollen.

Dieser Tag war dadurch, dass wir so spät losgefahren sind, ziemlich schnell rum, sodass wir kurz hinter Mount Isa halten mussten, um zu schlafen.

Das Blöde war: Es hat geschüttet, wie aus Eimern.

Das Kurriose war: Während Cloncurry keinen einen Regentropfen abbekam und es hieß, die kleine Stadt müsste ggf. evakuiert werden, bekam Mount Isa hingegen alles ab.
"Devils Marbles"


Der Weg zum Uluru ist ziemlich lang, deswegen haben wir nicht allzu viel gemacht, außer fahren und zu tanken natürlich. Bulldozer John hatte schon Recht, mit einem etwas kleineren Tank sollte man auf der Strecke immer tanken, denn so viele Tankstellen gibt es wirklich nicht.
Fast in jeder „Stadt“ haben wir angehalten, um uns umzusehen. Leider gibt es nicht viel zu sehen, außer Aboriginals, die überall rumsitzen und einen anglotzen, vermeidlich auch noch betrunken sind.

Es ist richtig unheimlich von denen umgeben zu sein. Manche mögen ja vielleicht ganz nett sein, aber die meisten von ihnen sitzen den ganzen Tag faul irgendwo herum und trinken Alkohol. Als wir an einem Donnerstag in Alica Springs waren, standen die Ureinwohner Australiens um 1 Uhr Mittags in der prallen Sonne sogar Schlange, um in eine Kneipe rein zu kommen.
Da konnten wir nur einen großen Bogen um die Schlange machen, um nicht mit schon Betrunkenen in Kontakt zu geraten.

Natürlich muss man auch dazu sagen, dass nicht alle Aboriginals so sind, aber die, die man auf der öffentlichen Straße sieht, benehmen sich nicht gerade vorbildlich.

Naja, auf dem Weg nach Alice Springs haben wir noch die „Devils Marbles“ besucht. Das sind riesige Steinkugeln, die überall herum stehen. Sie entstanden vor Millionen von Jahren durch geschmolzenes Magma.

Ein Schlag auf den Tisch und so viele Fliegen tot
Allgemein gesagt war unser Weg zum Uluru recht unspektakulär. Es war heiß, aber dafür war das ganze Northern Territory mit Gras bedeckt. Denn ca. 2 Wochen vorher hat Cyclon Fletcher für viel Regen gesorgt.

Auch ist zu erwähnen, dass man im Northern Territory die Natur nicht genießen kann. Überall wird man von abertausenden Fliegen verfolgt. Man steigt aus dem Auto und WUSCH!! Von überall her kommen die Fliegen. Sie kleben am T-Shirt, fliegen vor dem Gesicht rum, wollen in Nase, Ohren, Augen, Mund krabbeln.
Echt nervig, so etwas.



Endlich nach langem Fahren am Ayers Rock angekommen, waren wir dann aber doch begeistert. Unsere erste Befürchtung „es ist halt doch nur ein großer Stein“ hat sich nicht bestätigt. Es ist nicht nur ein „großer Stein“, es ist ein atemberaubender Anblick.
Es hat sich wirklich für uns gelohnt den weiten Weg zu fahren, auch wenn der Sprit im Northern Territory fast 1 Dollar teurer ist, als in Queensland!!


Nachdem wir den Uluru besichtigt hatten, haben wir noch eine Kameltour gemacht. Das war
richtig witzig.


Auf dem Rückweg haben wir dann auch nochmal kurz in Cloncurry gehalten. Das Gute war: Es hatte kurz zuvor richtig heftig dort geregnet. Der Chinaman Dam ist wieder voll und das kleine Cloncurry muss natürlich nicht evakuiert werden. :)

Freitag, 7. März 2014

Sesbania

Tja, wo soll ich anfangen?

Erst mal muss ich mich natürlich entschuldigen, dass das hier etwas eingeschlafen ist, aber eine vernünftige Internetverbindung hatten wir dort nicht, deswegen habe ich gar nicht erst versucht, etwas hochzuladen.


Also: Sesbania ist der Name unserer neuen Arbeitsstelle, denn jedes Stück Land hat in Australien seinen eigenen Namen.

Wo liegt Sesbania? Ich denke, wenn man bei Google Maps Sesbania eingibt, sollte man
Eingangsschild
etwas finden, um sich aber mal vorzustellen, wie abgeschieden wir waren, hier die Wegbeschreibung: Von Winton (ca. 2000 Einwohner) fährt man 80 km nördlich Richtung Corfield (3 Einwohner), danach fährt man 30 km westlich eine Gravel Road. Dann kommt das Eingangsschild von Sesbania. Von dort muss man nochmal 6 km fahren, um zu den „Häusern“ der Bewohner von Sesbania zu kommen.

Zur Zeit gibt es dort drei Generationen: Carleen und Errol wohnen dort, der Sohn Chris mit seiner Frau Kirsten, plus Sohn bzw. Enkel Harry.

Eigentlich meint man, es sei eine ganz nette Familie. Eigentlich.

Naja, als wir dort hinkamen, war für uns erst mal alles ganz fantastisch: Wir wohnten in einem Zimmer mit Badezimmer und Gemeinschaftsraum in dem Container, in dem auch Chris, Kirsten und Harry lebten. Wir hatten geregelte Arbeitszeiten mit Pausen (eigentlich), nämlich Frühstück variabel und dann Smoko um halb 11, Lunch um 1 und Diner um 7.
Niklas sollte morgens die Kühe mit Heufüttern und Nachmittags den „Waterrun“ machen und ich sollte nur bis zum Lunch in der Küche stehen und alles Vorbereiten, wie Smoko, Lunch und Diner und musste Putzen (-.-). Danach konnte ich machen was ich wollte, aber ich bin meistens mit Niklas mit.

So war der Plan, aber Pläne gehen in Australien ja nie auf, wie wir schon feststellen mussten.

Schon als wir dort ankamen, lief  die ganze Zeit der Fernseher mit dem Wetterbericht. Alles drehte sich um eins: REGEN!
Sesbania hatte nämlich schon seit 2 Jahren fast gar keinen Regen abbekommen, demzufolge hatten die Kühe kein Gras zum Fressen, deswegen muss Niklas sie auch immer mit Heu füttern.
Schon am ersten Tag, als Chris mit uns den „Waterrun“ gemacht hatte, wurde uns klar, das hier etwas gewaltig schiefläuft, dazu aber später mehr.

Am Anfang fehlte auch einer, nämlich Errol. Der war unterwegs, um ein neues Stück Land zu kaufen oder zu pachten, welches grünes, saftiges Gras für die Kühe hat, dort wo es auch häufiger regnet, damit man die Kühe dort hin bringen konnte.

Denn eins war klar, so konnte es nicht weiter gehen.

Am Anfang habe ich es gar nicht so mitbekommen, wie schlecht es den Kühen geht, denn ich war ja immer drinnen.
Aber nach ein paar Tagen nur bei dem „Waterrun“ wurde auch mir klar: so etwas gibt es wohl nur in Australien: die Kühe sterben reihenweise weg, weil sie nichts zu Fressen haben. Ja, Heu wird gefüttert, auch Molasses ( eine Art Zuckerrübenbrei, der den Kühen nochmal extra Energie liefern soll) und Lick (kleine Körnchen, in denen auch Antibiotika enthalten ist), aber das ist noch lange nicht genug für die vielen Kühe.
Sesbania ist für australische Verhältnisse nicht groß, nur 16.000 Hektar. Und trotzdem schaffen es die Farmer nicht die Kühe zu versorgen. In Deutschland wäre sowas nicht erlaubt, oder?

Naja ich beschreibe jetzt mal unsere Tagesabläufe, damit ihr Euch das auf der Farm mal besser vorstellen könnt:

Wann das Frühstück ist, wird immer am Tag zuvor bestimmt, meistens so um halb 7 rum.
Niklas und ich gehen dann von unserem Zimmer rüber zum Haus, in dem Carleen und Errol wohnen, denn dort spielt sich alles ab.
Wir frühstücken und danach geht Niklas raus zum Heu füttern. Dafür muss er mit dem Traktor Heu aufladen und jeden einzelnen Bereich mit Heuballen versorgen.
Die einzelnen Bereiche haben auch Namen, meistens werden die Wasserlöcher, aus denen die Kühe trinken können (das Wasser wird von Bohrlöchern hochgepumpt, das tiefste ist 1,8 km tief) benannt.
Niklas hat also für jeden Bereich bestimmte Vorgaben, wie viel Heuballen, an welchem Tag, er wo hin fahren muss. Ggf. muss er auch die Molasses auffüllen oder das Lick, wenn es alle ist.
Damit ist er dann mindestens bis zum Smoko beschäftigt. Denn der Traktor kann ja nicht allzu schnell fahren und Niklas fährt schon seine 30 km mit dem Heu.
Dicke Eier!


In der Zeit musste ich putzen. Jeden Tag muss gewischt und gestaubsaugt werden. Anschließend darf ich Smoko (eine australische Pause, die eigentlich eine Raucherpause ist) vorbereiten, es gibt meistens Kuchen und Obst. Außerdem bereite ich Lunch vor, so dass sich jeder ein Sandwich oder Ähnliches machen kann.
Zusätzlich bekomme ich genau vorgegeben, was ich für das Diner vorbereiten muss, ich darf nicht eigenständig kochen und über die Schulter wird mir dabei auch noch geguckt (kann ich gar nicht leiden). Sogar die Anzahl an Kartoffeln und die Größe, die ich kochen soll wird vorgegeben. Jegliche Veränderung, wie zum Beispiel an den Kartoffelbrei Salz, Pfeffer und Muskatnuss zu machen, wird mit einem herablassenden Kommentar dementiert und ich solle doch demnächst alles so machen, wie sie (Carleen) das möchte.
Ach wenn ich für Smoko etwas backen soll, dann immer nur nach ihren Rezepten. Kein Gramm mehr Zucker darf an die Plätzchen, kein Gramm zu wenig Butter. Im Backofen bäckt man am besten dort Plätzchen, diese Stelle ist gut für Aufläufe und da am Besten gar nichts backen.

BLA BLA BLA!!!!

Am Anfang fade ich sie noch sehr nett, ich habe mir gedacht, das sie es ja nur gut meint. Jedoch schon nach einer Weile ging uns beiden ihr Gemecker und Rumgenörgel tierisch auf den Keks, zumal wir dort arbeiten und es immer ziemlich wenig zum Diner gab, wir hungrig ins Bett gegangen sind, weil mal wieder die Kartoffeln und die Fleischstückchen abgezählt waren.

Soviel zu meinem Ablauf.

Niklas sollte, wie schon mehrmals beschreiben, morgens Heu füttern. Dabei konnte er schon erkennen, welche Kühe unbeeindruckt liegen bleiben, wenn das Heu kommt (normalerweise reisen sich die Kühe um das Heu). Das war dann schon ein schlechtes
Niklas im Traktor
Anzeichen. Wenn Niklas und ich nachmittags den Waterrun machten lief es so ab:
Wir fuhren zu jeder einzelnen Wasserstelle hin und mussten gucken, ob dort drin nicht eine Kuh oder ein Kälbchen steckte. Wenn nicht, dann ist alles in Ordnung, wenn doch, dann mussten wir natürlich versuchen, die da raus zu ziehen. Wenn Kälbchen nahe am Rand feststeckten, dann konnten man die auch ggf. per Hand raus ziehen, bei Kühen mussten wir immer das Auto nehmen. Wenn die Kühe dann aus dem Wasser gezogen wurden, haben wir meistens darauf geachtet und versucht, dass sie direkt aufsteht. Wenn sie schon zu schwach ist und liegen blieb, war das meistens schon ein Todesurteil.
Da Niklas beim Heufüttern schon die Kühe beobachten konnte, wussten wir meistens schon, dass es bei Stelle x zum Beispiel eine Kuh gab, die nicht zum Fressen aufgestanden war. Wir fahren dann immer rum, um die Kuh zu finden, in der Hoffnung natürlich, dass sie nicht mehr liegt. Denn wenn sie liegt, bedeutet das nichts Gutes.
Kühe haben Probleme beim Aufstehen und wenn sie schwach sind, können sie gar nicht mehr oder sehr, sehr schwer aufstehen. Wenn sie nicht mehr aufstehen können heißt das auch, dass sie nicht mehr zum Futter gehen können und nicht mehr zum Wasser.
Wir haben dann versucht die schwachen Kühe zum Aufstehen zu motivieren, sei es sie zu erschrecken oder an ihnen zu ruckeln, damit sie Schwung zum Aufstehen bekamen. Wenn sie dann schon von alleine wieder versucht haben aufzustehen, haben wir manchmal auch versucht ihnen den Vorgang zu erleichtern und sie mit am Schwanz hochgezogen, aber so eine Kuh ist ja auch ziemlich schwer, meistens konnten wir auch nichts machen.
Kuh steckt fest - nicht gut.


Da sooooooooo verdammt viele Kühe tot waren (auch Kälbchen) und da so viele Kühe nicht mehr aufstehen wollten, hat Niklas einfach nach einer Waffe gefragt. Denn an unserem ersten Tag wurde vor unseren Augen eine Kuh erschossen, die nicht mehr aufstehen konnte. Besser erschießen, als ewigleiden lassen, oder?

Als Errol wieder da war, bekamen wir dann ein Gewehr in die Hand gedrückt. Uns wurde erklärt, wie wir am besten die Kühe erschießen, nämlich in den Hinterkopf, der Schädel ist bei den Kühen vorne zu dick. Er erklärte uns natürlich auch die richtige Handhabung mit dem Gewehr, immer ungeladen mit sich herumtragen, Magazin raus, etc. und gab uns noch auf den Weg, dass die Kühe auch bitte richtig tot sein sollten.

Tja, und dann haben wir einigen Kühen den qualvollen Tod erspart.
Wenn wir merkten, dass eine Kuh so überhaupt nicht aufstehen konnte und auch schon mehrere Tage lag, dann gab es eine Kugel in den Hinterkopf, manchmal auch mehrere, wenn die Kuh noch nicht tot war.

Mit den toten Kühen wird hier in Australien folgendes gemacht: Man bindet sie ans Auto und schleift sie vielleicht 100 Meter aus der Herde raus, zu einem riesigen Bereich mit lauter toten Kühen. Da werden sie dann einfach liegen gelassen. Hier gibt es keinen Abdecker oder sonst was. Das tote Tier wird einfach mitten auf dem Feld liegen gelassen. Deswegen gibt es hier auch so unendlich viele Fliegen.

So sah am Anfang unser Alltag aus, Regen war das Thema Nummer eins bei der Familie und im Endeffekt durften wir uns mit dem Sterben der ganzen Kühe auseinander setzen.

War es schwer für uns die Kühe zu erschießen? Nein, definitiv nicht. Die erste Kuh war für mich schlimm, aber dann wurde es zum Alltag. Denn was ist besser? Zu sehen, wie eine Kuh jeden und jeden Tag an der selben Stelle liegt und sich zu Tode hungert und verdurstet? Wie sie von hintern heraus blutet, weil sich die Organe schon auflösen? Oder einen gezielten Schuss in den Hinterkopf und alle Qualen sind vorbei? Also wir finden Variante Schuss und Schluss am Besten.

Am Blödesten bei dem Schuss in den Kopf fanden wir, war die Gewissheit, dass wir zusätzlich entweder ein kleines Lebewesen in der Kuh selbst oder aber ein schon geborenes Kalb auf dem Gewissen hatten. Manchmal sah man schon, wenn die Kuh etwas abseits lag, welches Kälbchen dazu gehörte.
Nach Nachfrage bekamen wir die Erlaubnis, diese und auch alle anderen Kälbchen, von denen wir meinen, dass sie Hilfe benötigen, einzufangen.
Das Problem dabei war: Wenn die Kälbchen sich leicht einfangen ließen, dann sind sie eigentlich schon zu schwach, um zu überleben.

Naja, am Anfang haben wir nur die Kälbchen von den von uns getöteten Kühen eingesammelt und ich habe dann versucht sie regelmäßig mit der Flasche zu füttern.
Die Farmer hatten dann auch noch für Kälbchen Zusatzfutter gekauft, welche wir versucht haben zu verfüttern.

Kälbchen einfangen
Da es bald hieße, dass sie eine neues Stück Land gekauft hatten, sollte es auch bald schon mit dem Mustering los gehen. Wir sollten noch mehr Kälbchen einfangen.

Ganz ehrlich? Ich glaube kein einziges Kälbchen, bei dem wir die Mutter töten mussten, hat überlebt.
Wir sollten deswegen mehr Kälbchen fangen damit die kleineren von den größeren Kälbchen was das Fressen und Trinken anbelangt, lernen konnten.

Die Kälbchen waren allein unsere Baustelle, aber wir waren froh, dass wir es wenigstens versuchen konnten.


Und dann kam der Tag, auf den alle gewartet hatten.
Das Mustering sollte beginnen!! Ab dem Tag an wurde alles anders. Die Tage wurden härter und länger. Ich war nun nicht mehr in der Küche, sondern musste draußen genauso mithelfen, wie jeder andere auch.
Am ersten Tag bekamen wir nur einen kleinen Einblick von dem, was uns bevorstand.

Am ersten Tag haben wir die Weaner (also schon größere Kälbchen, ohne Mutter), die noch Eingefangen in den Yards waren, so fertig machen, dass sie auf die Weide rausgelassen werden konnten.
D.h. wir mussten sie eintreiben und durch eine kleine Vorrichtung durchtreiben, damit man immer ein kleines Weanerchen „bearbeiten“ konnte. Es wurde gezählt, wie viele männliche und weibliche es gibt, dann wurde aus den kleinen Bullen Stiere gemacht (ganz richtig: Eier abschneiden, ohne Betäubung!), allen wurde eine Ohrmarke verpasst, ein Stück aus dem Ohr herausgeschnitten (als Erkennungszeichen für Sesbania), ggf. wenn welche Hörner hatten, dann wurden die herausgeschnitten mit einer speziellen Zange ( das Blut hat
Das Branding
teilweise nicht mehr aufgehört zu spratzen) und jedem Weaner wurde ein Brandzeichen verpasst.

Das bekamen wir alles gezeigt und haben auch alles gemacht. Die armen Tiere, kann man nur sagen.

Am nächsten Tag ging es dann richtig los: das Mustering. Mustering beduetet die Kühe einzutreiben. Für den ersten Tag kam ein Helfer, an allen anderen Tagen waren immer Helfer aus der Nachbarschaft da.
Niklas saß auf einem Motorrad und ich auf einem Quad. Am ersten Tag wurden die Kühe schon so gut es ging von Chris und dem Helfer zusammen getrieben. Wenn die Kühe erst mal alle zusammen sind, laufen sie meistens alle in einer Reihen auf dem Weg. Kühe haben ihre eigenen Wege, denen sie folgen, aber meistens haben wir sie auf den normalen Menschenwegen getrieben, denen sind sie dann auch gefolgt.
Bei den Kühen gibt es genauso wie bei den Menschen verschiedene Gruppen.
Es gibt die Führer, die den Weg angeben, diese sind besonders wichtig für uns: Wissen die anführenden Kühe die richtige Richtung, dann werden alle Kühe ihnen folgen, es ist also besonders wichtig, diese Kühe auszumachen und zu treiben.
Dann gibt es die Mitläufer, die einfach blind den Führern hinter her trotten. Dann gibt es auch noch die Schwachen und Kranken, oder aber die Kälbchen. Die bilden meistens den Schluss, meistens muss man diese immer extra antreiben, damit sie den Anschluss nicht verpassen. Dann gibt es auch noch die nervigen Kühe, die meinen, immer abhauen zu müssen: diese müssen wir dann mit Motorrad und Quad wieder zu den anderen treiben, damit nicht alles schiefläuft.

Aber meistens ist alles gut gelaufen, zu mindestens mit den Kühen.
Wir waren meistens immer etwas genervt, da man uns nie gesagt hat in welche Richtung die Kühe müssen. Wir waren also immer ahnungslos und konnten so natürlich auch nicht richtig mithelfen. Meistens war aber alles gut, sobald man die Kühe in einer Reihe hatten.

Tja und so mussten die Kühe teilweise 30 km laufen, bis sie zu den Yards an der Farm
Niklas treibt den Ausreißer wieder zur Gruppe
selbst gelangt sind.
Das Musterig mussten wir insgesamt glaube ich 5 Mal machen, jedes Mal wurde es schwieriger und jedes Mal anstrengender. Manche Kühe rissen immer wieder aus, andere gingen immer langsamer und langsamer.
Am Erstaunlichsten war ein kleines Kälbchen, da ich meistens von hinten gepuscht habe, habe ich auch immer die langsamsten Kühe und Bullen und Kälbchen gehabt.
Beim Letzen und längsten Mustern hatte ich ein Kälbchen vor mir, das noch die Nabelschnur hatte, also erst ein oder zwei Tage alt war!! Es ist die ganzen 30 km gelaufen und es hat überlebt!! Erstaunlich, oder??

Wenn wir die Kühe dann alle in den Yards hatten, gaben wir ihnen immer noch ein wenig Zeit sich zu sammeln und etwas zu fressen.

Nach einer längeren Pause oder aber am nächsten Tag ging es dann weiter mit dem Draften, dem Sortieren.

Die Kühe werden immer in kleinere Yards vorgetrieben. So lange, bis eine kleine Gruppe in einem Bereich vor einem Minibereich mit 8 Türen ist.
Beim Beladen der Trucks
Dort findet das Sortieren statt. Einer steht in dem Minibereich (meistens Niklas) und einer lässt eine Kuh hinein und brüllt dann Niklas zu, welche Tür er öffnen muss.

So kommen dann die Kälbchen zu den Kälbchen, die Weaner (größeren Kälbchen) zu den Weanern. Die Kühe, die weg sollen kommen zusammen, dann gibt es noch zusätzliche, falls wir zu wenig Kühe haben, die wegsollen und dann gibt es noch eine Gruppe: Bush.

Das sind die Kühe aus dem Northern Territory. Das sind die Bösen.

Der erste Helfer, der dort war, hat mich glücklicherweise über die Bösen aufgeklärt: da ich meistens die Kühe immer vorangetrieben habe (mit Stock und blöden Rufen und Geräuschen) und dann warten musste, bis alle sortiert waren und ich wieder neue reintreiben konnte, sollte ich nie mit dem Rücken zu den Kühen stehen. Denn, die Kühe, die schon ganz aufgeregt gucken, die sind meistens die Bösen.
Man sagt, die bösen Kühe kommen immer aus dem Northern Territory, das liegt daran, dass die dort so große Flächen haben, dass die nur sau selten gemustert werden. Es gibt dort also teilweise Kühe und Bullen, die schon mehrere Jahre alt sind und die noch nie in ihrem Leben jemals einen Menschen oder ein Auto oder Ähnliches gesehen haben.
Deswegen sind die Kühe sehr gefährlich für den Menschen. Sie versuchen dich umzuhauen. Die nehmen Anlauf, machen den Kopf runter und versuchen dich zu rammen.
Die einzige Möglichkeit, die wir haben, um uns davor zu schützen, ist, auf einen Zaun zu klettern.
Also sobald man mit mehreren Kühen in einem Yard eingepfercht ist, immer aufpassen und am besten schon am Zaun bereit stehen.

Es ist nicht so, dass alle so sind, aber wenn man mal eine davon übersieht, dann kann es übel enden, also immer besser die Augen aufmachen.

Wenn Niklas dann mit den wilden Kühen in diesen winzigen Käfig eingesperrt ist, hat er entweder Glück, dass er schnell die richtige Tür geöffnet hat und die Kuh direkt raus will, oder aber Niklas bekommt die Tür nicht schnell auf, weil die Kuh schon auf ihn losgeht. Dann besteht seine einzige Möglichkeit nur darin, nicht umgeknockt zu werden und so schnell es geht hoch zu klettern, um von oben die Tür zu öffnen.


Ja Cattlearbeit ist in Australien gefährlich, man glaubt nicht, wie böse solche Kühe werden können. Auch beim Vorantreiben muss man aufpassen, die Kühe können auch kicken!! Darauf muss man dann auch nochmal achten. Mich hat es einmal an der Schulter erwischt, keine Ahnung warum die scheiß Kuh so hoch gekickt hat. Aber glücklicherweise habe ich nicht den vollen Tritt abbekommen, das ging dann. Niklas wurde mal beim Branden der Weaner in den Oberschenkel gekickt, er hat leider alles abbekommen.

Naja, wen das Draften erledigt ist, wird wieder gefüttert und gewartet, meistens am nächsten Tag geht es dann weiter.
Da ja Priorität war, das die Kühe auf ein anderes Land gebraucht werden und es dort Zecken gibt, brauchen die Kühe noch eine Injektion, zusätzlich müssen die elektronischen Ohrmarken gelesen werden, damit man genau weiß, wie viele weg sind und die bekommen nochmal eine extra Ohrmarke. Das alles wird dann am nächsten Tag gemacht.
Hört sich einfach an, ist aber sehr viel Arbeit, wenn man die Kühe noch vortreiben muss, um die in einer „Crush“ also so eine extra Vorrichtung, am Nacken festzuklemmen.

Wenn das alles geschafft ist (dauert mehrere Tage und viel Muskelkraft), dann kommen die Trucks. Man muss dann noch beachten, wie viele Kühe auf eine Ladefläche passen und dann geht es für die schwachen Kühe los, auf eine hoffentlich neue Weide.
Niklas rettet Kälbchen


Ja, so in etwa sah der Ablauf aus, die die Kühe durchlaufen, bevor es ihnen besser geht. Wir haben meisten 12 Stunden am Tag gearbeitet, es wurde uns nicht viel von den Farmern erklärt, wir konnten froh sein, dass alle Helfer, die da waren, sehr viel Interesse an uns gezeigt hatten und uns auch sehr viel erklärt haben.

Obwohl wir so viel geschuftet haben, kam kein Danke, es wurde nur in Befehlston mit uns gesprochen, kein Bitte. Zu essen gab es nicht genug, wir waren hungrig.
Nachdem wir eine Woche rum hatten, fuhr Carleen auch noch weg, sodass ich sowohl raus musste, also auch für alle Smoko und Lunch machen musste (war gut, denn dann waren wir wenigstens nicht mehr hungrig).

Drei lange Woche fiel man abends tot müde und voller Muskelschmerzen ins Bett. Der Wecker hat viel zu früh um 4.30 Uhr geklingelt und man hatte das Gefühl, als wenn man keine einzige Minute geschlafen hat.

Die letzten Trucks
Die Kühe waren stur und gefährlich, andere aber auch ganz in Ordnung. Während alle anderen Feierabend hatten, durften wir blöden Backpacker noch füttern.



Was gut war: Wir haben dafür eine Woche frei bekommen!

Davon berichte ich aber separat.

Nach unserer Urlaubswoche ging es weiter: Wir sollten die nun doch schon mehr als 300 Kälbchen füttern und sonst total bescheuerte Arbeiten machen. Unsere Arbeitgeber fuhren nur mit dem Quad durch die Gegend, stink faul, die einzigen, die gearbeitet haben, waren wir.

Ehrlich gesagt möchte ich jetzt nicht näher auf die Umstände und auf die Leute eingehen. Nach einer Woche (nach unserer Urlaubswoche) haben wir gekündigt. Sie wollten uns mein Gehalt streichen, nachdem sie der Meinung waren, ich würde nicht hart genug arbeiten. Da uns die Umstände sowieso nicht gefallen hatten, uns die Menschen nicht mit genügend Respekt gegenübergetreten sind, haben wir uns gesagt: So nicht! Wir gehen.

Wir haben unsere Sachen gepackt und weg waren wir. Ab in die Ungewissheit.
Wohin jetzt? Was machen wir? Wie regeln wir das?


Das Schöne: Endlich wieder frei sein. Endlich wieder Menschen sehen. Endlich wieder Internet haben und mit Freunden und Familie kommunizieren können. Wir waren wieder frei, so wie wir uns das Jahr eigentlich vorgestellt hatten.

Das war die beste Entscheidung, die wir getroffen haben: Weg von Sesbania. Weg von der Einöde. Endlich wieder frei!
Hier fahren wir tote Kälbchen weg